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W-O-D

Team AnnoZone

  • »W-O-D« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 17. Oktober 2017, 19:48

Krypto-GAU: Infineon seit 2012 mit fehlerhaften TPMs

Ahoi Ihr Landratten. Wer ein relativ aktuelles Ssytem sein eigen nennt, hat höchstwahrscheinlich auf seinem Motherboard einen Baustein von Infinion verbaut. Dieser Baustein soll in Hardware eingegossen eine sogenannte Trustet Plattform, also vertrauenswürdige Plattform bereitstellen, doch wie sich nun heraustellt ist der Algorithmus zum Baustein fehlerhaft, mit fatalen Folgen. Es stellte sich heraus, dass Infineon eine fehlerhafte Krypto-Bibliothek fest in seinen TPM-Modulen verdrahtet hat, so dass nun quasi alle Geräte mit diesem Chip als unsicher angesehen werden müssen. Aufgeflogen ist das ganze bei der Überprüfung der sicherheit von Ausweisen in Estland, ID-Smartcards die seit 2014 im Umlauf sind sind knackbar, da die digitale Signaturen nichtmehr fälschungssicher sind. Die Bausteine sind in einer Vielzahl von Systemen unterschiedlichster Hersteller im Einsatz - betroffen sind im PC-Bereich beispielsweise Acer, Asus, Fujitsu, HP, Lenovo, LG, Samsung und Toshiba, hinzu kommen diverse Produzenten von Embedded-Systemen. Es sind zwar schon Patches in Arbeit, allerdings müssten auch die Chips selbst ausgetauscht werden, was etwas kniffliger werden dürfte, einen neues Board mag sich allerdings auch nicht jeder leisten.

Quelle: Artikel bei Winfuture

Zedeg

Ausguck

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Registrierungsdatum: 25. Februar 2015

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2

Dienstag, 17. Oktober 2017, 21:38

Chromebook-Benutzer können übrigens hier direkt überprüfen, ob sie betroffen sind. Aber anscheinend ist es auch nicht ultra-dramatisch. Klick mich! (in Englisch :whistling: )
(Die Börse scheint das Ganze auch nicht zu interessieren -> 15-Jahres-Hoch)

Zitat

Wer ein relativ aktuelles Ssytem sein eigen nennt, hat höchstwahrscheinlich auf seinem Motherboard einen Baustein von Infinion verbaut.
Ist bei mir nicht der Fall. :thumbup:
 
Journalisten erkundigen sich bei Wissenschaftlern meist nicht nach Grundlagen, sondern eher nach Ergebnissen und Folgerungen. Das erklärt womöglich auch, warum sich Forschungsberichte in den Medien so häufig als feststehende Erkenntnisse lesen, nicht aber als Ideen, Entdeckungen oder Indizien, um die es sich genau genommen in den meisten Fällen handelt. -Axel Bojowski